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Eine geschmackvolle Alternative zur Zigarette ist der Kautabak. Ursprünglich wurde der Kautabak von Seeleuten als Zigarettenersatz, auf Grund des Rauchverbotes auf den früher gebräuchlichen Holzschiffen, mit großer Beliebtheit gekaut. Mittlerweile hat sich der Kautabak auch bei “Otto-Normalverbraucher” eingebürgert.

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Kautabak und Spuknäpfe haben eine über 200-jährige Tradition und sind eng miteinander verbunden. Schon fast jedes kleine Kind kennt die Szenen aus Cowboy-Filmen, wo in Spucknäpfe Kautabak gespuckt wird. Die folgende kleine Einführung soll die Welt des Kautabaks und der Spucknäpfe erklären und näher bringen.

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In der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts begann die Industrialisierung. Geringe Löhne und lange Arbeitszeiten zwangen die Menschen, gegen Müdigkeit und Hunger anzukämpfen. Schnell haben sie herausgefunden, dass Kautabak hierfür das richtige Mittel war. Kautabak musste aber importiert werden.

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Der Trend zum Kautabak ist in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen. Durch das sich immer wieder weiter ausdehnende Rauchverbot ist es aber gut möglich, dass der Kautabak wieder mehr Bedeutung in der rauchenden Gesellschaft bekommt. Kautabak ist, wie der Name es vermuten lässt, nicht zum Rauchen, sondern zum Kauen geeignet und besitzt dabei verschiedene Geschmackssorten – von Eukalyptus bis hin zu Laktritz.

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Kautabak – ein traditionsreiches Genussmittel

Seitdem Columbus den Tabak aus Amerika nach Europa brachte, erfreut sich das Nachtschattengewächs großer Beliebtheit. Die Tabakpflanze (Nicotiana) wurde vom französischen Gesandten in Portugal, Jean Nicot, in Frankreich als Heilpflanze eingeführt und später sogar nach ihm benannt. Auch ihr wichtigster Inhaltsstoff, das Nikotin, verdankt Herrn Nicot seinen Namen.
Heute sind 75 Nicotiana-Arten bekannt. Tabakpflanzen produzieren in ihren Wurzeln Nikotin, welches in den Blättern eingelagert wird, um Fraßinsekten und andere Schädlinge abzuwehren. Für uns Menschen jedoch wirkt der hohe Nikotingehalt keinesfalls abschreckend. Ganz im Gegenteil: Es ist erst das Nikotin, welches den Tabak zu einem der beliebtesten Genussmittel der Welt macht.

Bereits die amerikanischen Ureinwohner waren mit dem Tabakkonsum vertraut. Schon damals wurde Tabak auf vielfältige Arten konsumiert: Es wurde, geraucht, geschnupft, gekocht und natürlich gekaut. An der Nordküste Südamerikas wurden die Tabakblätter mit Kalk gemischt und so gekaut – das war die Urform des Kautabaks. Die spanischen Eroberer lernten im Jahre 1499 an der Küste Venezuelas das Tabak-Kauen kennen.

Die Herstellung von Kautabak

Kautabak wird aus sehr nikotinhaltigen Rohtabaken hergestellt (z.B. Kentucky, Geudertheimer, Rot Front-Korso, Pergeu oder Pereg), die mindestens drei Monate gelagert und dann über einem Hartholzfeuer geräuchert werden. Anschließend werden die Blätter fermentiert und in Holzfässern gepresst, in denen die Luftfeuchtigkeit zwischen 8 und 12 % beträgt, und dort einige Monate gelagert. So vorbereitet ist der Rohtabak fertig für die Verarbeitung zu Kautabak.
Dafür wird er in verschiedenen Geschmacksrichtungen mit Essenzen aus unter anderem Honig, Traubenzucker, Pflaumen, Apfelsinen, Lakritze, Menthol oder Zitronen soßiert. Anschließend wird der Kautabak wieder leicht getrocknet und zu einem langen Seil versponnen. Dieses Seil kann nun zerschnitten und in unterschiedlichste Formen (Schnecken, Hufeisen oder einfach in Stücken) gebracht werden.

In Europa sind vor allem Schnecken oder nicht weiter verformte Stücken der langen Seile beliebt, während man in Amerika vorwiegend losen (geschredderten) Kautabak oder eine gepresste Form des geschredderten Erzeugnisses kaut. Es ist wichtig zu wissen, dass sich diese beiden Arten des Kautabaks auch hinsichtlich des Konsums unterscheiden. Während die ersten beiden Sorten als kleine Pastillen im Mund liegen und nur ein wenig angekaut werden, sobald der Geschmack nachlässt, werden die amerikanischen Sorten regelrecht wie Kaugummi gekaut.

Geschichte des Kautabaks

In der Geschichte war Kautabak vor allem unter Seeleuten verbreitet, die auf ihren Holzschiffen aufgrund der Brandgefahr nicht rauchen durften. Doch die Beliebtheit des Kautabaks beschränkte sich nicht nur auf diese Personengruppe: Im 18. und 19. Jahrhundert und sogar noch bis ins 20. Jahrhundert hinein erfreute sich Kautabak bei vielen amerikanischen Männern großer Beliebtheit, da das Tabakkauen als besonders männlich galt. Auch heute noch wird das Kauen von Tabakblättern und das Ausspucken des Suds als ein typisches Merkmal von Cowboys in Westernfilmen angesehen.
Damit nicht jeder seinen Kautabak auf die Straße spuckte, wurde der Spucknapf erfunden, der in vielen Haushalten, aber auch an öffentlichen Orten zum Einsatz kam. Die Einführung der Spucknäpfe galt damals als Verbesserung der Hygiene und der öffentlichen Manieren. Um die Übertragung von Krankheiten einzudämmen, wurden die Näpfe mit antiseptischen Flüssigkeiten gefüllt. Die Näpfe gehörten, ebenso wie der Kautabak, mit zur Kultur und waren in verschiedensten Ausfertigungen, von Porzellan über Glas bis hin zu Messing, erhältlich.
Im 20. Jahrhundert wurden öffentliche Spucknäpfe schließlich aus hygienischen Gründen verboten.

Kautabak heute

Obwohl Kautabak eine sehr rücksichtsvolle Art der Nikotinaufnahme darstellt, die im Gegensatz zur Zigarette die Umstehenden in keinster Weise belästigt, ist die Zigarette heutzutage wesentlich beliebter als Kautabak. Nur Kenner und Liebhaber wissen nach wie vor den Genuss von Kautabak zu schätzen.
Aber auch an Orten, wo nach wie vor Brandgefahr besteht, wird vermehrt Tabak gekaut. Ein weiteres Feld, wo Kautabak nach wie vor beliebt ist, ist die Major League Baseball. Da viele Spieler die meiste Zeit des Spiels im „Dugout“ darauf warten, dass sie an der Reihe sind, kauen sie gern ein wenig Tabak, um Nervosität abzubauen oder einfach, um sich abzulenken.