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Grimm und Triepel Kruse

Grimm und Triepel Kruse ist heute die einzige Fabrik, die in Deutschland Kautabak herstellt. Das Unternehmen blickt auf eine lange Tradition zurück. Die 1849 gegründete Firma produzierte zunächst verschiedene Sorten von Tabak, spezialisierte sich aber bald auf Kautabak. 1881 wurde das Unternehmen an Otto Kruse verkauft, den Großvater des derzeitigen Besitzers. Im Laufe der Jahre ist der Kautabakmarkt immer kleiner geworden. Zahlreiche andere Firmen, so wie Fischer &Herwig, Hanewacker,Hansen, Nessinger, Schrimper, Wahrer Jakob, wurden von Grimm und Triepel Kruse übernommen. Heute leitet das Ehepaar Kruse das Unternehmen mit nur noch wenigen Angestellten. Der Tabak kam zu den Zeiten von Kolumbus mit den Entdeckern nach Europa. Den Gebrauch hatte man sich von den Ureinwohnern Amerikas abgeschaut. Rauchen oder auch Kauen war möglich, um zu dem aromatischen Tabakgeschmack zu kommen. Kautabak wurde schnell bei den Seeleuten beliebt, da auf den Holzschiffen kein Feuer erlaubt war. Heute ist der Kautabak allerdings zum größten Teil von der Zigarette abgelöst worden. Kautabak zählt zu den rauchlosen Tabakprodukten und ist frei von diesen Nebenwirkungen.

Krause Kautabak wird nach ursprünglichen Rezepten hergestellt

Der Kautabak wird heute wie damals nach traditionellen Rezepten hergestellt. Hier wird für den Kautabak vornehmlich feinster Kentucky Tabak verwendet. Dieser Tabak wird bevorzugt, weil er einen hohen Nikotingehalt aufweist. Der Tabak wird nach der Ernte über einen längeren Zeitraum hinaus gelagert und getrocknet. Zum Trocknen wird der Tabak über ein Hartholzfeuer gehängt. Ist der Tabak dann getrocknet und fest geworden, wird er fermentiert und schließlich gepresst. Nun beginnt eine der wichtigsten Phasen der Kautabakherstellung: Die Aromatisierung. Hier erhält der Kautabak seinen charakteristischen Geschmack. Zum Aromatisieren durchläuft der Tabak die sogenannte Soßierung. Hierbei wird er in eine Soße getaucht, die Fruchtessenzen erhält. Bei Grimm und Triepel Kruse werden dazu hauptsächlich Essenzen aus Apfelsinen, Zitronen, Pflaumen, Rosinen, Feigen gebraucht, die mit Honig, Kandissirup oder Mint-Menthol angereichert sind. Auch Gewürze sind in der Soße enthalten, um den Geschmack abzurunden. Auch Jamaica Rum, Samos- und Madeirawein kommen hier zum Einsatz. Für acht bis zwölf Wochen wird der Tabak behandelt und gelagert und schließlich zu einem langen Seil versponnen. Dann wird er geschnitten und ist zum Verbrauch fertig. Hierbei kann der Tabak in die unterschiedlichsten Formen gebracht werden.

Wie wird der Krause Kautabak genossen ?

An das Kautabak kauen muss man sich gewöhnen. Das Nikotin wird über die Mundschleimhaut sehr schnell in den Blutkreislauf aufgenommen. Deshalb sollten besonders Nichtraucher zunächst mit kleinen Mengen beginnen. Sonst kann es zu Kopfschmerzen und Übelkeit kommen. Zum Kauen löst man eine kleine Tabakkugel vom Kautabak ab. Diese wird in die Backe geschoben. Entgegen dessen, was der Name vermuten lässt, wird Kautabak kaum gekaut. Man kaut ihn anfänglich leicht an. Kauen verstärkt das Aroma, so dass man, wenn das Aroma abnimmt, ein bis zweimal kaut. Hat man den Tabak im Mund, setzt eine erhöhte Speichelproduktion ein. Den braunen Tabaksaft sollte man aber nicht hinunterschlucken, sondern ausspucken. Aus diesem Grund sind auch überall, wo Kautabak konsumiert wird, Spucknäpfe zugegen.