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Kautabak in Deutschland

Kautabak in Deutschland

Kautabak, auch Priem genannt, ist ein rauchfreier Tabak. Nach dem Tabakgesetz ist Kautabak Tabak, welcher durch seine Zubereitung nur zum Kauen und nicht zum Rauchen geeignet ist und in Rollen, Streifen, Stangen, Platten oder Würfeln vorkommt. Allerdings wird er nur noch in den Vereinigten Staaten, wie sein Name vermuten lässt, wirklich gekaut. Dort ist er vor allem in der Baseball League sehr beliebt und gilt dort als Statussymbol. Die Tabaksorten in Deutschland werden allerdings nicht gekaut, sondern zwischen Zähne und Wange gelegt und nur kurz angekaut, wenn der Geschmack nachlässt. Vorwiegend besteht der hiesige Kautabak aus Kentucky Tabaken, in Amerika werden weitere Sorten zu Kautabak verarbeitet.

Die Geschichte des Kautabaks

Die Indianer kauten bereits Tabak, der mit Muschelkalk vermischt war. In Europa wurde der Kautabak erstmals um 1600 in England konsumiert. Im 30jährigen Krieg gelangte der Kautabak dann auch nach Deutschland. Die deutsche Industrie zur Herstellung von Kautabak entstand zwischen 18. und 19. Jahrhundert und konzentrierte sich in Nordhausen im Südharz. Heute existiert nur noch die Firma Grimm & Triepel Kruse, die 1849 in Nordhausen von Theodor Grimm gegründet wurde. Aufgrund der Enteignung durch die Regierung der Deutsch Demokratischen Republik musste die Firma nach Unterrieden/Werra umsiedeln und nahm dort ihren Betrieb erneut auf. Heute ist sie in Witzelhausen bei Kassel ansässig und ist bis heute die einzige Kautabakfabrik in Deutschland.

Die Herstellung

Die Herstellung von Kautabak ist relativ aufwändig. Die Grundlage bilden nikotinhaltige Rohtabake, die nach verschiedenen vorbereitenden Schritten in Soßen für mehrere Wochen eingelagert werden. Diese Soßen besitzen verschiedene Aromen, um dem Tabak einen bestimmten Geschmack zu verleihen. Die Soßen besitzen Fruchtessenzen aus Zitrusfrüchten wie Zitrone oder Apfelsinen, Pflaumen, Feigen, Lakritze oder Mint-Menthol für den Geschmack, sowie Traubenzucker, Kandissirup und Honig um den Tabak kaufähig zu machen. Zusätzlich werden aromatische Gewürze, Jamaica-Rum, Samos- und Madeira-Wein hinzugegeben, die den Geschmack final abrunden. Und nach bis zu 12 Wochen Lagerung erhält der Tabak sein volles Aroma.

Der Erwerb

Die Sortenvielfalt ist dank der verschiedenen Soßen und Aromaveredelungen sehr groß. Kautabak kann in Deutschland erworben werden, das Angebot ist allerdings relativ beschränkt auf deutsche und dänische Produkte. Im deutschen Handel sind vor allem die deutschen und dänischen Sorten wie Oliver Twist, Hanewacker, Fischerstift oder die Marshallschnecke erhältlich. Jedoch führt nicht jedes Tabakgeschäft den Kautabak. Er ist eher bei spezialisierten Händlern zu finden. Erfolgreicher ist die Bestellung über das Internet. Bei den Onlinehändlern können alle Kautabak-Produkte erworben werden. Besonders beliebt sind dabei die amerikanischen Sorten wie Red Man, Southern Pride, Granger Select oder Levi Garrett oder der schwedische Snuff, dessen Verkauf in Deutschland untersagt ist. Der Kauf und der Konsum von schwedischen Snuff ist jedoch legal.