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Spucknäpfe und Kautabak

Kautabak und Spuknäpfe haben eine über 200-jährige Tradition und sind eng miteinander verbunden. Schon fast jedes kleine Kind kennt die Szenen aus Cowboy-Filmen, wo in Spucknäpfe Kautabak gespuckt wird. Die folgende kleine Einführung soll die Welt des Kautabaks und der Spucknäpfe erklären und näher bringen.

Geschichte und Herstellung von Spucknäpfen und Kautabak

Schon bei seinen Entdeckungsreisen durch Südamerika stellte Christoph Columbus fest, dass die einheimischen Indianer Tabakkugeln kauten, die mit Muschelkalk versetzt waren. Die große Ära des Kautabaks und der Spucknäpfe fand im 19. Jahrhundert in den USA statt. In den Saloons, Hotels, Banken, usw. befand sich ein öffentlicher Spucknapf. Es gab sogar Gesetze, die das Spucken in der Öffentlichkeit verbieten, da das Spucken in einen Spucknapf als Fortschritt der Manieren angesehen wurde. Mit dem Aufkommen der Kaugummis und dem Verdrängen des Kautabaks durch die Zigarette verschwanden auch komplett die öffentlichen Spucknäpfe. Heute wird Kautabak besonders von den Seeleuten geschätzt, da durch die Brandgefahr das Rauchen auf den Schiffen verboten ist. Auch einige amerikanische Basketballspieler kauen Kautabak, während sie spielen, da es die einzige Sportart ist, wo im Laufe eines Spiels gekaut werden kann.

Kautabak wird aus sehr nikotinreichem Rohtabak hergestellt. Die Tabakblätter werden über Hartholzfeuer getrocknet, wo sie später in Holzfässer gepresst werden. Dann wird der Rohtabak in eine Soße gegeben, die dem Kautabak Geschmack geben soll. Diese Soße kann folgende Geschmacksrichtungen enthalten: Apfelsine, Zitrone, Pflaume, Rosinen, Feige, Honig, Traubenzucker, Kandissirup, Lakritze oder Mint-Menthol. Danach wird er in seine Form gepresst, die aus Rollen, Stangen, Streifen, Würfeln oder Platten bestehen kann.

Kauf von Spucknäpfen und Kautabak

Kautabak, der heute in Deutschland erhältlich ist, stammt von 2 Firmen. Die erste Firma ist Grimm & Triepel Kruse und wurde im Jahre 1849 von Theodor Grimm als Kau-, Rauch-, Schnupftabak und Zigarrenfabrik in Nordhausen am Harz gegründet. Später, im Jahr 1858, trat dann Adolf Triepel als Teilhaber in den Betrieb ein. Da keine Erben vorhanden waren, wurde 1881 der Betrieb an Otto Kruse verkauft, dessen Nachfahren noch heute die Firma leiten. Grimm & Triepel Kruse ist die einzige Firma in Deutschland, die noch Kautabak produziert und vertreibt. Die zweite Firma ist die dänische Firma House of Oliver Twist A/S, die vor 200 Jahren gegründet wurde und verschiedene Kautabakprodukte vertreibt.

Da ja die Hochzeiten des Kautabaks vorbei sind, wird es immer schwieriger sich Kautabak zu besorgen und den dazu passenden Spucknapf. Doch wie so üblich kann das Internet mal wieder Abhilfe schaffen. Für Kautabak gibt es sehr viele Online-Shops, die verschiedene Sorten an Kautabake anbieten. Ob nun Pastillen oder Schnecken, in den Online-Shops findet man alles, was das Kautabakherz begehrt. Einige spezialisierte Shops bieten auch importierten Kautabak aus den USA an, wo die Auswahl noch etwas größer ist als in Deutschland.

Bei den Spucknäpfen ist die Auswahl weniger groß, da heute fast keine Spucknäpfe mehr für Kautabak hergestellt werden. Doch Abhilfe kann in diesem Fall das Internet leisten, wo es noch eine gewisse Auswahl an gebrauchten Spucknäpfen gibt. Die angebotenen Spucknäpfe für Kautabak sind meistens aus Messing aber es gibt auch einige schöne alte Spucknäpfe aus Porzellan, die kunstvoll verziert sind. Wer etwas Glück hat, kann Spucknäpfe finden, die noch aus einem Saloon aus dem 19. Jahrhundert stammen. Somit kommt dann beim Genuss von Kautabak echtes Cowboy-Feeling auf.